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Aus der Schule der Zukunft über die Schulen der Zukunft

Lernwirksamer Unterricht – Prof. Dr. Elsbeth Stern

Blogeintrag zum Thema Lernen | Geschrieben am von

Im Rahmen des bevorstehenden Informationstages in der Delta Schule wird Elsbeth Stern, die renommierte deutsche Psychologin und Professorin für Lehr-Lern-Forschung der ETH Zürich, ein Referat zum Thema „Lernwirksamer Unterricht“ halten. Kurz einige Gedankengänge als Einstimmung auf den Anlass:

Schülern rechtzeitig zu vermitteln, dass Fächer kein Selbstzweck sind, ist wichtig. Allerdings gilt für jede Schulstufe: Eine Lehrperson kann nur lernwirksamen Unterricht erteilen, wenn sie die Inhalte selbst souverän beherrscht. Eine Lehrperson sollte sich deshalb nur auf interdisziplinären Unterricht einlassen, wenn die fachliche Expertise gegeben ist. Laut Elsbeth Stern ist Intelligenz ungleich verteilt. Dass Kinder unterschiedlich schnell lernen, sollte man nicht als Krankheit sehen, sondern als eine Herausforderung im Rahmen der Normalität. Statt teuren Therapien und individuellem Stützunterricht könnte man vieles durch zusätzliche Übungsgelegenheiten abfangen, die in den normalen Schulablauf integriert sind.

Die Frage ist, wie man die Schule organisiert. Mit dem Fächerunterricht im 45-Minuten-Takt geht das nicht. Das ist nicht mehr zeitgemäss und läuft letztlich auf ein Absitzen der Schulstunden hinaus. Wissen vermitteln heisst nicht pauken, sondern Erklärungen für Dinge bieten, die an die Erfahrungswelt der Schüler anknüpfen, aber über diese hinausgehen. Die abstrakten Begriffe Dichte und Auftrieb sollten an der Frage «Warum schwimmt ein schweres Schiff aus Stahl, obwohl ein kleines Stück Stahl untergeht?» aufgehängt werden. Für schwierige Themen sollte mehr Zeit zur Verfügung stehen. Am besten wäre das Modell Tagesschule, wo die Kinder die Schule als Lebensort begreifen. Da ist genügend Raum und Zeit, nachzufragen, sich in etwas zu vertiefen – und zu üben, wenn man etwas nicht so gut kann.

In der Lernforschung wurde der Begriff «kognitiv aktivierend» geprägt: Lernende müssen verstehen, welche Fragen sie mit dem zu erwerbenden Wissen beantworten können und welche Probleme sie damit lösen können. Sie müssen durch gute Aufträge und Aufgaben dazu gebracht werden, sich intensiv mit dem Stoff auseinanderzusetzen, statt oberflächliches Wissen zu erwerben.

Wissen ist der entscheidende Schlüssel zum Können. Die heute oft anzutreffende negative Einstellung zum Wissen hängt möglicherweise mit einer einseitigen Betrachtungsweise zusammen, die Wissen auf eine Ansammlung von Fakten reduziert. Wenn ich weiß, dass Manila die Hauptstadt der Philippinen ist, aber gleichzeitig denke, dass die Philippinen in Nordeuropa liegen, nützt mir das nicht wirklich etwas. Mit derartigem Wissen kann man mit etwas Glück einige Runden im Fernsehquiz überstehen. Ansonsten ist isoliertes Faktenwissen unbrauchbar. Zweifellos sieht ein Großteil des in der Schule erworbenen Wissens genau so aus: einige korrekte Fetzen in einem wüsten Haufen Müll. Den Satz des Pythagoras kennen viele Schüler vielleicht noch, aber es gelingt ihnen nicht, ihn heranzuziehen, wenn ein ungewöhnliches Problem gelöst werden soll. Faktenwissen ist wichtig und hilfreich, wenn es in intelligent vernetztes Begriffswissen eingebettet ist.

Elsbeth Stern live

Möchten Sie noch tiefer ins Thema eintauchen? Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen am Samstag, 24. September bei uns am Hottingerplatz. Ab 16 Uhr laden wir Sie zu Kaffee und Kuchen ein und zeigen Ihnen die Schule, beantworten Fragen und stellen Ihnen das Modell der Delta Schule vor, um 18 Uhr spricht Frau Prof. Dr. Stern. Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos.
Weitere Infos entnehmen Sie bitte der Agenda.

Einen ersten Eindruck der Referentin erhalten Sie im nachfolgenden Video:

Gefühle und Lernen

Blogeintrag zum Thema Allgemein, Lernen | Geschrieben am von

Lernen

Man lernt immer, wenn die ganze Mensch eingesetzt wird. Man meint aber meistens noch immer, dass Lernen nur mit Gedanken-Speicherung zu tun hat. Das Lernen ist viel komplexer: Voraussetzung ist, dass der Mensch  lernen will. Nur, wenn er bewusst seinen Willen einsetzt, wird gelernt. Gleichzeitig gibt die Welt in ihren Gefühlen, die aus der Seele aufsteigen, ein Echo. Deshalb ist es wichtig, dass wir die entsprechenden Gefühle mit unseren Gedanken bewusst verbinden. Beim Denken, Fühlen und Wollen wird immer der Wille automatisch eingesetzt.

Wenn wir lernen, können wir aber auch die Gefühle bewusst mit in Gedanken verbinden.

Erst jetzt sind wir mit dem ganzen Menschen engagiert und lernen am besten

Störung durch Gefühle

Wenn uns die Gefühle zum Beispiel bei Traumas überschwemmen, wird der Lernprozess gestört. Wir sind nicht mehr die bewussten, willenshaften „Verbinder“ der Gefühle mit den Gedanken. Deshalb können Gefühle auch den Lernprozess stören.

Eine wissenschaftliche Begründung wurde in einer zürcher Zeitung vom Juli 16 gegeben. Ein gekürzter Ausschnitt aus diesem Zeitungsartikel:

Neue Lernstrategie

Ein emotionales Zentrum findet sich im Mandelkern, auch Amygdala genannt. Das ist eine kleine, fingerkuppengrosse Region direkt unter dem Hippocampus im stammesgeschichtlich alten Teil des Gehirns, dem limbischen System. Dass die Gefühle für das Erinnerungsvermögen eine zentrale Rolle spielen, ist unbestritten. Wir merken uns Inhalte, wenn sie für uns relevant sind. Und relevant wird etwas, wenn es einerseits neu ist und anderseits mit Emotionen verbunden ist. Ein Übermass an Gefühlen allerdings, zum Beispiel bei einem traumatischen Erlebnis, kann das Gedächtnis auch beeinträchtigen.

Je mehr man über das komplexe Zusammenspiel von Emotionen und Gedächtnis weiss, desto klarer erkennen die Forscher, dass diese bei vielen Krankheiten eine Rolle spielen: bei Demenz, Schlaganfällen oder Tumoren im Gehirn. Und selbst für den Alltag sind die Befunde nicht nutzlos. «Untersuchungen haben gezeigt, dass ältere Personen meist schlechter abschneiden als jüngere, wenn sie Wortlisten auswendig lernen müssen», erklärt Thomas Grunwald. «Wenn man die Wörter aber emotional wichtig macht und die Probanden sich inhaltlich damit auseinandersetzen, verschwinden die Unterschiede.» Fachleute sprechen von «elaboriertem Encodieren». Schauspieler schaffen es offensichtlich mit viel Emotionen, auch fremde Texte für sich relevant werden lassen, dass sie sie nicht vergessen.

Weshalb Freude in der Schule nötig ist

Blogeintrag zum Thema Allgemein, Lernen, Mensch, Projekte | Geschrieben am von

Die Abstimmung über ein bedingungsloses Grundeinkommen wurde abgelehnt. Nur die Kreise 4 und 5 in Zürich und einige Quartiere in Genf nahmen die Initiative an.

Positiv gesagt, nahmen in Zürich einige Zehntausend und in der Schweiz jeder fünfte Bürger die Initiative an. In der Europäischen Union sind über 50% dafür. Sie können aber nicht demokratisch mitbestimmen.

Mit dem bedingungslosem Grundeinkommen wäre der Weg einer menschengemässen Schulung der Kinder für alle gangbar geworden. Da die Initiative abgelehnt wurde, aber viele Menschen der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens zustimmten, müssen andere Wege zur Verwirklichung einer Schulung mit Potenzialentfaltung der Kinder gefunden werden. Potenzialentfaltung heisst, dass die mögliche Freiheit der Kinder ernstgenommen wird und die Kinder dabei in Liebe von Lehrern und Eltern unterstützt werden. Freiheit und Liebe können an keine Bedingungen geknüpft sein, auch nicht an ein Schulgeld, das von vielen Eltern nicht aufgebracht werden kann.

Das Wichtigste der Schule kann in ganz einfachen Worten ausgedrückt werden:

Gehen die Kinder gerne in die Schule? Fühlen sie sich wahr- und ernstgenommen? Lernen sie gerne?

Eigentlich wird nun nicht nach kurz aufflackernden Emotionen, sondern nach konstanten tiefen Gefühlen gefragt. Diese Gefühle können auch gedanklich erkannt werden.  Es kann nach der Kraft, die z. B. hinter der Freude steckt, gefragt werden. Dem Schüler müssen diese Zusammenhänge noch nicht klar sein. Wesentlich ist bei ihnen nur, dass sie die oben aufgezählten Fragen mit einem Ja beantworten könnten.

Mit Freude lernen heisst: Der Mensch ergreift die Materie  des Stoffs individuell und ist begeistert.

Er durchdringt die Materie seines Körpers mit wirklichkeitsgemässen Gedanken und persönlicher Wärme und Gefühl. Zudem ist er auch engagiert, indem er sich willentlich mit der Materie verbindet und lernen will.
Die Sprache kennt noch viele Umschreibungen des freudigen Tuns: Der Schüler hat den Funken überspringen lassen; er brennt, etwas zu tun; er hat loderndes Interesse; es wird seine Freude an seinem Interesse, an seinen blitzenden Augen, an seinem Engagement usw. gesehen; er ist voll motiviert; er macht etwas mit Liebe, mit Wärme, aus ganzem Herzen; er ist ganz dabei; er ist begeistert etc.

Es werden fast immer Ausdrücke mit Feuer, Herz, Geist gebraucht, um die Freude auszudrücken.

Die Lehrer schaffen mit dem Gefühl der Freude und Liebe eine Lernmgebung, in der ein freiheitlicher Wind weht. Sie handeln verantwortlich und denken an die anderen Menschen und das Wohl der ganzen Erde.
Es wird auch von brennendem Interesse gesprochen, wenn der Mensch sich  mit etwas tief verbinden will. Ein altes Bild wird in der Bibel mit den Pfingstflammen auf den Köpfen gemalt. Sie weisen auf das Wirken des Geistes hin. Nicht zufällig wird gesagt, jemand sei begeistert.

Denn der Mensch ist nicht nur ein Naturwesen, das z. B. von seinen Hormonen abhängig ist, sondern auch ein ewiges, individuelles Geist- oder Ichwesen, das sich seine Ziele selber gibt.

Es kann deshalb niemandem befohlen werden, Freude als Gefühl zu empfinden, weil dies nur mit innerer Motivation möglich ist.
Tiefe Freude, immerwährendes Glück und Zufriedenheit können niemandem diktiert werden. Der Mensch ist an ihrem Entstehen mitbeteiligt. Er wird nicht zwischen „Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt“ hin und hergerissen. Auch wenn die äusseren Umstände für ihn schlecht sind, kann er innerlich von Freude, Glück und Zufriedenheit erfüllt sein. Diese Gefühle kommen ja von seiner echten Ich-Persönlichkeit von innen, nicht von seinem Ego von aussen.

Um die Kraft der echten Freude zu erfahren, muss der Mensch innerlich aktiv sein.

Er muss dadurch immer mehr mit seinem ewigen Individuum in der Welt wirken. Er kann der Welt seinen individuellen Stempel aufdrücken. Dies macht er aber nur poitiv, wenn die anderen durch seine Taten nicht behindert werden. Denn er handelt in Freiheit. Die Motivation für seine Handlungen muss von ihm selbst kommen. Er ist dann intrinsisch motiviert.

Die Freude ist die Kraft des Individuums, die ans Tageslicht kommt.

Die Freude ist das Gefühl, das nur mit dem sehr feinen Filter des Individualkörpers das Ich verschleiert oder abdämpft. Es kommt die ewige Individualität fast ungefiltert zum Vorschein.

Die Individualität sollte sich auf der Erde verwirklichen und die Erde nachhaltig gepflegt werden.

Glückskleetag

Blogeintrag zum Thema Allgemein | Geschrieben am von

Am 5. März 16 findet der 1. Glücks-Klee-Tag in Zürich Hottingen statt, der vom Gewerbeverein Zürich Hottingen organisiert wird (siehe Flyer). Die Delta Schule beteiligt sich und es werden folgende Aktivitäten angeboten:

  1. Die Gäste werden mit Kuchen und Kaffee und anderen Getränken empfangen.
  2. In einem Plausch-Fotostudio für Kinder können Fotos gemacht und ausgedruckt werden.
  3. Für Kinder werden verschiedene Spiele angeboten.
  4. Kinderkino 11h, 13h, 15h
  5. Rundgang in der Delta Schule mit Erläuterungen durch Schüler und Lehrer (11h, 13h, 15h).
  6. Ballonflugwettbewerb 15.30h

Weitere Infos auf der offiziellen Seite des Quartiervereins

Liebes Christkind

Blogeintrag zum Thema Allgemein | Geschrieben am von

Liebes Christkind,

wir Lehrer der Delta Schule sind immer eifrig daran, viel anregendes Material für unsere Schüler zu erstellen, damit das Lernen spannender wird. Auch entwickeln wir neue Ideen und sind immer am Überlegen, wie wir vom üblichen Bild der Schule – also Klassenzimmer mit Tafel, Lehrerpult und Schülerpult – wegkommen können, hin zu einem Ort, der zum Leben und Lernen einlädt. Wir sind also nicht untätig. Wir hoffen, dass du unsere Arbeit siehst und anerkennst und wir vielleicht zu Weihnachen auch ein paar Geschenke bekommen? Um all unsere Ideen umsetzen zu können, benötigen wir ein paar Dinge.

Hier unsere Wunschliste:

  • Holzregale
  • kleinere Schränkchen
  • Teppiche (ab 3x6m)
  • Schreibmaschine
  • Nähmaschine
  • Mikoskop
  • Instrumente (Gitarre, Trommel, Flöten, …)
  • Lego
  • Wolle
  • Stoffereste
  • Bastelbücher
  • Sachbücher (Was ist Was, …)
  • Geolino, GeolinoExtra
  • Spick
  • Werkzeuge
  • Holz
  • Gartengeräte

Sie sind nicht das Christkind? Vielleicht haben sie ja trotzdem etwas, das Ihnen zu Hause zu viel Platz wegnimmt und unseren Alltag bereichern würde. Oder möchten Sie uns unkompliziert direkt hier auf unserer Website unterstützen? Schauen Sie doch kurz unsere Spendensektion an. Danke!

Burnout: Die drei Stufen des Negativen

Blogeintrag zum Thema Mensch, Pädagogik, Schulsystem | Geschrieben am von

Die Zahl der Burnout-Fälle nimmt weiter zu. Es wird sogar schon vom Burnout der Kinder gesprochen.

Stress, Druck, Verantwortung – viele Menschen sind dem alltäglichen und insbesondere beruflichen und immer häufiger dem schulischem Leben kaum mehr gewachsen. Die Folge: ein Burnout. Bei Schülern spricht man vielfach verharmlosend von Depressionen, Passivität und Blockaden. Die Zahl der Betroffenen steigt stetig an, die Diagnose ist heikel. Oft werden die Symptome mit jenen einer Depression verwechselt. Eine falsche Behandlung der jeweiligen Krankheit kann fatale Auswirkungen haben. Ein Burnout rechtzeitig zu erkennen, ist zudem nicht ganz einfach. «Die Folgen für die Gesundheit sind erst später sichtbar», erklärt Patrik Hunziker, Direktor des Instituts für Arbeitsmedizin (Ifa) der Romandie, «24Herures» [1]. «Eine Person kann jahrelang unter einer extremen Spannung leben, ohne dies zu realisieren. Irgendwann erhält sie plötzlich die Quittung dafür.»

Eine Diagnose war für Ärzte bisher besonders schwierig. Sie mussten sich auf die Aussagen stützen, welche die Patienten machten – oft nicht ganz wahrheitsgetreu und marginalisierend. Deshalb haben sich die Forscher des Ifa jetzt eine neue Technik unter die Lupe genommen, die in Österreich entwickelt worden ist. Dabei wird der Rhythmus der Herzfrequenz gemessen. Während 24 Stunden werden die Patienten so überwacht. Danach können die Entwickler bestimmen, ob Stress bereits ein Problem ist.

«Der Test erlaubt technisch zwischen Burnout und Depression zu unterscheiden. Im ersten Fall zeigen unsere Daten, dass der Patient seine vitale Energie buchstäblich ausgeschöpft hat.» [2]

Delta Pädagogik

In der Delta Pädagogik unterscheidet man unter 3 Stufen der Entwicklung zur Krankheit:

  1. Aufgabe der Lehrer: Verkleinern/heilen die seelische Probleme und Seelenautomatismen: Assoziationen nicht Gedanken, Emotionen nicht Gefühle, unwillkürliche Motorik nicht menschliche Bewegungen. Denken, Fühlen und Wollen sind aus dem Gleichgewicht geraten und führen zu Illusionen und Fehlhandlungen.
  2. Aufgabe der Lehrer: Verkleinern/heilen die Energieprobleme und zwanghaft werdende Automatismen wie Depressionen, denn die Schüler sind vielfach energielos, passiv und lethargisch.
  3. Aufgabe der Lehrer: Heilen nicht nur die Körperseele – den Energiekörper -, sondern auch den sichtbaren physischen Körper ergreifende Krankheiten wie schweres ADHS, Kinder-Burnout, Ticks und andere Phänomene. Auch Autismus, Zwangskrankheiten usw. können oft festgestellt werden.

Die Lehrpersonen gestalten die entsprechende Umgebung und lösen (lehrerzentriert) mit der Delta Methodik die Probleme. Die Schüler müssen sich helfen lassen wollen, sonst haben die Lehrer keinen Erfolg.

 

In der Delta Schule unterscheiden wir durch genaue Beobachtungen – auch ohne Herzfrequenzmessungen – in welcher Stufe der Entwicklung zur Krankheit ein Schüler steht. Die verschiedenen Lernumgebungen ermöglichen eine Besserung.

[1] Lundi 30 novembre 2015

[2] Siehe auch viele Artikel im Internet

Enorme Schwächen des Schulsystems

Blogeintrag zum Thema Pädagogik, Schulsystem | Geschrieben am von

Spielend lernen in der Delta Schule

Zwei Zeitungsartikel, die Ende März veröffentlicht wurden, zeigen die enormen Schwächen unseres Schulsystems auf. Hier Originalstellen aus den beiden Artikeln:

20min vom 22. 3. 15:

In Finnland ist der traditionelle Stundenplan passé: Anstelle von Fächern sollen bald nur noch Themengebiete unterrichtet werden – «Phänomene», wie es die Finnen nennen. Dadurch sollen Schüler bei dem, was sie lernen, einen Bezug zum echten Leben herstellen können. Die Frage «Wozu lerne ich das überhaupt?» erübrigt sich.

Mit dem neuen Unterrichtssystem will man die Schüler ausserdem besser auf das Berufsleben vorbereiten. «Das aktuelle Schulsystem ist veraltet», sagte Marjo Kyllönen, Helsinkis Schulmanagerin, dem britischen «Independent». Dadurch falle vielen Schülern der Einstieg ins Arbeitsleben schwer.

Finnland ist seit Jahren auf Platz eins der Pisa-Studie. Darum hat die Veränderung im finnischen Schulsystem Gewicht: Andere Länder haben bereits Interesse an dem neuen Modell angemeldet.

Etwa die Briten. «Schulen sollten Kinder nicht durch ‹Prüfungs-Fabriken› jagen», sagte Tristram Hunt von der sozialdemokratischen Labour Partei. Sie sollten lieber dafür sorgen, dass die Schüler Charakter und Ausdauer entwickelten.

Tagi vom 19. 3. 15:

Eine Langzeitstudie zeichnet ein kritisches Bild der Zürcher Sekundarschule: In der Mathematik lernen Jugendliche kaum dazu, soziale Nachteile werden verstärkt, und die Motivation rasselt in den Keller.

Wie gehen wir damit um?

In der Delta Schule in Zürich geht man den zeitgemässen Weg bereits. Die Schülerinnen und Schüler werden motiviert. Sie lernen gemäss ihren Fähigkeiten,  ihr Potenzial zu entfalten. Kurz einige Punkte zur Delta Schule:

  • Die mehrheitliche Abschaffung der Fächer bedingt auch in der Delta Schule eine Vernetzung des Denkens. Kein Thema ist verständlich ohne das Zusammenwirken der verschiedensten Fähigkeiten. Gruppenarbeiten sind ebenso wichtig für das Lernen wie die Einzelarbeit. Der Frontalunterricht hat seine bedeutende Rolle verloren. In den Zeugnissen am Semesterende werden die Kinder noch konventionell bewertet. Eine andere, bessere Form des Feedbacks ist in Entwicklung.
  • In der Delta Schule lernen wir am Morgen im Lernatelier und wählen Kurse zu verschiedensten Fächern am Nachmittag. Wir beobachten genau, denken über die Welt nach, pflegen unsere Gefühle und bewegen uns möglichst viel. So kann die Motivation immer grösser und die Schule ein Teil des Lebens werden. Wir arbeiten vor allem vernetzt und themenübergreifend.
  • Nicht eine Anpassung an egoistische Schülerwünsche und Wünsche der Wirtschaft sind nötig. Keine Faulheit, keine bequemen Modeerrscheinungen, “lässige” Fächer und eine Schule, die den Kindern im Negativen entgenkommt (Medienkonsum, Abschaffung der Leistung usw.) sind gefragt. Die Potenzialentfaltung, d. h. den Kern des Menschen ernst nehmen, steht im Mittelpunkt.
  • In den Projekten, in denen mit Handarbeit Objekte hergestellt werden, erlebt man die Bedeutung der vom Menschen erzeugten Werte und kann ihre Bedeutung besser einschätzen.
  • Die Natur kann eine gute Lehrmeisterin in vielen Belangen sein. Der Computer als Hilfe zum Lernen wird selbverständlich auch eingesetzt.
  • In Projekten wie “Herausforderung” lernt man über seine Grenzen zu gehen, ohne tollkühn zu werden, aber um den “verwöhnten” Rahmen zu verlassen.
  • Willensschulung ist das Wichtigste heute. Nur ein Schüler, der will, leistet etwas.
  • Die Lehrer und andere Erwachsene orientieren sich an der Delta Pädagogik, die eine spirituelle Pädagogik ist. Sie erleben die physische Welt als Teil der spirituellen Welt, die aus den verschiedensten Wesen und ihren Beziehungen besteht. Eine Bewusstseinsschulung und ein konkreter Massstab, die sich an den gesundmachenden Gesetzen und Massnahmen am Menschen zeigen, sind dazu die Voraussetzungen. Die Frage ist immer, wie man die Gesetze der Pädagogik mit dem konkreten Leben verbindet. Nicht eine graue Theorie, sondern Freude am Leben soll die Kinder ansprechen und motivieren.
  • Die Kunst als Unterrichtsmethode, nicht nur ein spezielles Kunstfach, um Küstler zu werden, soll die ganze Schule durchdringen und vernetzen. Unter anderem mit dem künstlerisch-rhythmische Teil bringt man Bewegung, rhythmische Gestaltung, gedankendurchdrungene Gefühle und genaue Wahrnehmung in die Schule. So wird die ganze Schule von Kunst durchdrungen, da man nur als “Künstler” wahrhaft menschlich ist und nicht schon in der Schule vor allem maschinell, nur zweckorientiert bleibt. Das Computerdenken macht den Menschen nur zu einer intelligenten Maschine.
  • Erlebnisse in der Delta Schule: Lernatelier am Morgen, Möglichkeit des Besuchs eines Kurses am Nachmittag (z. B. Exkursion von 1330-1600 in zürcher Museen, Arbeiten in der Werkstatt, Mensch und Umwelt im Lernatelier, Theater als kreativer Vorgang).

Weiterführende Diskussion und Information gibt es hier auf unserer Website.

Interessiert?

Ein individueller Schulbesuch ist nach Anmeldung mit Kennenlernen von Lehrpersonen und Schulleitung möglich. Wir freuen uns auf Sie!

Andere Möglichkeiten unsere Schule kennen zu lernen sind beispielsweise:

Links zu den beiden Artikeln

Das Profil eines Lehrers und die 4 Lerngesetze

Blogeintrag zum Thema Allgemein, Lernen | Geschrieben am von

Begeisterung, Aktivität, Offenheit, Beweglichkeit, Kindlichkeit im positiven Sinn, usw. weisen auf grosse Vitalität hin. Es sind alles Eigenschaften, die ein Mensch schon hat oder sich durch Selbstentwicklung erringen kann. Enge, Besserwisserei, Dogmatismus usw. lassen den Menschen “vertrocknen” und zum Fundamentalisten werden. Dieser ist selten vital und meist unbeweglich.

Ein be-GEIST-erter, be-SEEL-ter und BEWEG-ter Mensch ist auch ein be-ACHT-enswerter Lehrer! Er denkt mit Gefühl und drückt mit seinen Bewegungen körperlich aus, was er vermittelt. Deshalb fördert er auch die Achtsamkeit, d. h. er öffnet den Schülern durch sein genaues Beobachten die Sinne. Der Lehrer ist ein gutes Vorbild und sorgt für gute Stimmungen. Er gibt den Rahmen nicht nur für seelische, sondern auch äusserlich sichtbare Bewegungen.

Es gibt auch bei der Erziehung des Menschen Gesetze, die für alle Menschen gelten.

Durch eine grosse Erfahrung als Lehrer, Elternteil usw. kann die Gültigkeit dieser Leitsätze bestätigt werden. Wenn bewiesen wird, dass nur bei einem einzigen Menschen sich die unten geschilderten erzieherischen Massnahmen negativ auswirken, kann es sich nicht um ein allgemeingültiges Gesetz handeln. Ausserdem können die konkreten Massnahmen im jeweiligen Umfeld besser oder schlechter wirken. Deshalb muss der Lehrer für jeden einzelnen Schüler ein individuelles, auf den Schüler abgestimmtes Konzept mit der Einwilligung der Eltern und des Schülers ausarbeiten. Allgemeine Ratschläge sind zwar richtig, aber im luftleeren Raum meist nicht seriös.

Lerngesetze

Mit der Geist-Seele:

1. Durch achtsames, genaues Wahrnehmen mit den 12 Sinnen schult er das Ultra-Kurzzeitgedächtnis.

2. Durch bewegliches Denken, Fühlen und Wollen schult er das Kurzzeitgedächtnis.

Mit dem Seelen-Körper:

3. Durch positive Stimmungen, verschiedene Rituale und rhythmische Wiederholungen schult er das Mittelzeitgedächtnis.

4. Durch diverse Bewegungen und eine gute Ernährung schult er das Langzeitgedächtnis.

 

 

Die Geist-Seele und der Seelen-Körper bilden den ganzen Menschen nach GEIST, SEELE und KÖRPER (LEIB).

Was hat ein Obstbaumschneidekurs mit Pädagogik zu tun?

Blogeintrag zum Thema Mensch, Pädagogik, Schulsystem | Geschrieben am von

Blühender Obstbaum

Weil ich nach Jahren meiner „Wald-und-Wiesen-Schneiderei“ unsere Obstbäume nun richtig schneiden will, besuchte ich am Samstag, 10.1.15, einen Obstbaumschneidekurs. Der Gärtnermeister Wyler hat mit grossem Engagement und Begeisterung das Schneiden von Obstbäumen erklärt. Ich nahm mit Erstaunen zur Kenntnis, dass er seine Bäume nach Grundsätzen erzieht, mit denen man auch die Schüler pädagogisch gut behandelt.

Seine wichtigsten Thesen kurz zusammengefasst:

  • Es gibt Dogmen, die schon seit über hundert Jahren angewendet werden, aber trotzdem falsch sind. Beispielsweise das Wegschneiden von Wassertrieben.
  • Beweglichkeit, keine blinde Befolgung starrer Strukturen und eigene Erfahrung sind die Lehrmeister bei Regeln, welche die Entwicklungsgesetze der Pflanze beachten.
  • Es gibt Gesetze bei der Entwicklung von Pflanzen, denen man mit grosser Erfahrung und stetiger Korrektur gerecht werden kann. Es ist also nicht «Geschmackssache» wie man Obstbäume durch Schneiden und Binden erzieht.
  • Allgemeine Ratschläge sind zwar richtig, aber zu ungenau, um mit ihnen einen bestimmten Baum gut zu erziehen. Nur bei individuellem Betrachten in natura kann man wirksame Ratschläge geben.
  • Durch genaues Beobachten des eigenen Baumes wird man zum Experten für den eigenen Baum. Die Technik (Fotos) kann eine Hilfe sein.
  • Durch stetige Beobachtung und Eingriffe erzieht man am besten. Im Februar und Juni entsprechend schneiden.
  • Langdauernde Freude an den blühenden Ästen durch Einstellen in eine Vase haben.
  • Die Erziehung der Obstbäume wird meistens falsch gemacht. Auch viele Gärtner üben ihr Handwerk nicht gut aus.

Bei einem Spaziergang bestätigte sich die letzte These. Die meisten jungen und auch alten Obstbäume waren nicht gut geschnitten und nicht entsprechend den Gesetzen des Pflanzenwachstums erzogen.

Als Pädagoge erlebte ich, dass alle Punkte, die der Gärtnermeister erwähnte, auch bei der Erziehung des Menschen wichtig sind. Nur ist der Mensch ein beseeltes Wesen, das noch zusätzlich einen geistigen, individuellen Kern besitzt. Dies muss bei der Erziehung auch noch berücksichtigt werden.

Die Erziehung bei Pflanzen, Tieren und Menschen

Die Obstbäume und alle Pflanzen sind Lebewesen und wachsen, indem die Gesetze des Lebens zur Geltung kommen. Ausserdem wirken auch die physikalischen Gesetze, die den leblosen Formen zugrunde liegen.

Tiere sind zusätzlich beseelt. Sie empfinden z. B. Freude und Schmerzen.

Der Mensch ist nicht nur ein lebendes Wesen, sondern auch ein seelisches und geistiges Wesen. Er hat auch noch einen individuellen Kern, der als Keim vorhanden ist.

Bei Pflanzen wir von Erziehung gesprochen, indem man mit Schneiden und Binden eingreift. Eine gute Beobachtung und viele Kenntnisse, d. h. eine lange Erfahrung, lassen uns gut erziehen.

Bei Tieren spricht man auch von Erziehung, meint aber die Dressur der Tiere. Mit rhythmisch wiederkehrenden Regeln (z. B. das Ritual des Fütterns), mit Konsequenz, die einen grossen Willenseinsatz verlangt, und viel Verständnis für Tiere erreicht man am meisten.

Menschen erzieht man zu Beginn am besten durch ein authentisches, gutes Vorbild, danach durch eine menschengemässe Pädagogik. Als Erwachsener geht die Erziehung nur als Selbsterziehung weiter. Wenn der Mensch nicht will, ist seine Erziehung schon bald abgeschlossen. Er handelt nach Vorgaben, die Andere in der Vergangenheit bewusst oder unbewusst bestimmt haben. Seine Entwicklung bleibt stehen. Eigentlich sollte man beim Menschen nicht von Erziehung sprechen, weil das Wort „Ziehen“ im Begriff steckt. Der Mensch sollte nicht nur gezogen werden, sondern ein Umfeld haben, in dem er sich entwickeln kann. In diesem Umfeld wird sein Kern altersgemäss angesprochen.

Es wird die Basis gelegt, um eine lebenslange Selbstentwicklung möglich zu machen.

Die Schule

Die Schule sollte ein Ort werden, wo der Mensch nicht negativ geprägt wird, wie es heute meistens ohne bösen Willen geschieht. In der Schule sollte die Potenzialentwicklung jedes Menschen gezielt und mit Bewusstsein gefördert werden. Dazu müssen sich die Lehrer permanent entwickeln wollen und eine Schule wählen können, die dies möglich macht.

Erst dann sind die Voraussetzungen zur Potenzialentwicklung der Schüler gegeben.

Wenn ich nur darf, wenn ich soll…

Blogeintrag zum Thema Zitate | Geschrieben am von

Hier ein kurzer Gedankenanstoss vom deutschen Philosphen und Satiriker Johannes Conrad für den heutigen Montag. Wir freuen uns über Kommentare und Bemerkungen Ihrerseits!

Zitat von Johannes Conrad "Wenn ich nur darf, ..."


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